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Kindergartenkinder besuchen den Pestfriedhof

Kindergartenkinder besuchen den Pestfriedhof

Wie in jedem Jahr haben sich die Kinder der beiden ältesten Jahrgänge auch an diesem Battelmai-Feiertag auf den Weg gemacht, um den Pestfriedhof zu besuchen und haben dort einiges über die Leiberger Geschichte erfahren.

Am 24. August im Jahre 1635 wurde der letzte der 400 Pesttoten in Leiberg hoch in den Wald zum Friedhof getragen, auf dem die Pesttoten begraben wurden, da der zuständige Kirchhof in Wünnenberg die Leichenmassen nicht mehr aufnehmen konnte. Dieser Tag hat noch heute einen hohen Stellenwert in Leiberg und wird als Feiertag begangen. Der Sargschreiner Lubbert Schumaker errichtete zum Gedenken an diese Geschichte ein steinernes Kreuz auf dem Pestfriedhof, das von der Seuche berichtet.

Auf dem Weg zum Pestfriedhof konnten die Kinder auf einer Lichtung bis zur Kirche schauen. Von dort aus konnten sie sogar den Kirchenglocken lauschen. In diesem Jahr war der 24. August ein sehr heißer Tag. Und als die Kinder mit ihren Erzieherinnen an der kleinen Schutzhütte direkt vor dem Pestfriedhof ankamen, war erst einmal eine Stärkung von Nöten. Danach gingen sie andächtig zum Pestkreuz. „Man muss leise sein, auf einem Friedhof“, sagte ein Kind.

Sie erfuhren, was auf dem Kreuz geschrieben war und äußerten ihre eigenen Gedanken dazu. So machte sich ein Kind darüber Gedanken, ob es ein böser Gott war, wenn er doch die Pest geschickt hatte. Ein anderes Kind hatte die Idee für die Verstorbenen zu beten und ein weiteres Kind wollte frische Blumen für sie bringen. Ihre Ideen brachten die Erzieherinnen zum Staunen. Sie nahmen die guten Ideen auf und setzten sie gleich mit den Kindern um. Obwohl die Geschichte der Pestseuche für Kinder schwer zu verstehen ist, waren sie sehr interessiert und schauten sich die Grabesstätte mit ihren Kreuzen genau an. Dann ging es vergnügt zurück zum Parkplatz am Nollen, von dem die Kinder von ihren Eltern abgeholt wurden.

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