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11. September 2025

Bundeswehr übt militärpolizeiliche Aufgaben in der freilaufenden Übung „FRIDERICUS REX 2025“ des Feldjägerregiment 2 an der Aabachtalsperre

Vom 08. bis 11. September 2025 führt das Feldjägerregiment 2 die Volltruppenübung „FRIDERICUS REX 2025“ (FREX 25) durch. Der Übungsraum erstreckt sich über Teile der Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen und umfasst eine Fläche von rund 24.000 Quadratkilometern. Zeitweise sind bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten mit über 350 Fahrzeugen im Einsatz.

Übung Aabachtalsperre

Die Übung ist Teil der konsequenten Ausrichtung der Bundeswehr auf die Landes- und Bündnisverteidigung und trainiert Einheiten eines Militärpolizei-Verbandes (MP Task Force). Die Aufgaben dieses Verbandes sind im Verteidigungsfall unverzichtbar: die Lenkung des militärischen Verkehrs, die Sicherung und Kontrolle von Verkehrsrouten, auch im Grenzbereich zu anderen Ländern, der Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur, Ermittlungen zu möglichen Kriegsverbrechen, die Festnahme und Überstellung von Kriegsverbrechern, der Umgang mit Kriegsgefangenen, bis hin zum Personenschutz für hochrangige Schutzpersonen.


In der Vorwoche der freilaufenden Übung haben die Militärpolizisten und -polizistinnen be-reits an verschiedenen Ausbildungsstationen, größtenteils auf dem Truppenübungsplatz Senne, teilgenommen. Inhalte dieser Ausbildungsstationen waren unter anderem die Droh-nenabwehr, der Schutz vor ABC-Bedrohungen, der Umgang mit Minen und anderen Kampf-mitteln sowie realistisches Handlungs- und Verhaltenstraining.


An der Übung nehmen neben den Militärpolizeikräften des Feldjägerregimentes 2 Soldatin-nen und Soldaten weiterer Verbände der Bundeswehr, insbesondere Pionierkräfte des Heeres und Sanitätskräfte, teil. Aber auch zivile Behörden sind im Rahmen der ressortübergreifenden Zusammenarbeit eingebunden, darunter Polizei und Feuerwehr. Das gemeinsame Üben soll vor allem die Zusammenarbeit und das gemeinsame Verständnis für militärische und zivile Kräfte in einem Krisen- oder Verteidigungsfall stärken. Damit schafft die Übung eine realitätsnahe Grundlage für den Ernstfall.


Um den Übungsablauf so realistisch wie möglich zu gestalten, wird teilweise auch zivile Inf-rastruktur in das Szenario einbezogen. Eigentümerinnen und Eigentümer wurden im Vorfeld informiert und ihr Einverständnis eingeholt. Die Bundeswehr achtet darauf, mögliche Ein-schränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten.
Mit FREX 25 zeigen die Feldjäger als Militärpolizei an der Schnittstelle von innerer zu äuße-rer Sicherheit im Rahmen des gesamtstaatlichen Zusammenwirkens, dass die Bundeswehr auch in komplexen Lagen handlungsfähig ist – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Deutschland und Europa.


Kommandeur Feldjägerregiment 2, Oberst Thorsten Böer:
„Mit FREX 25 zeigen wir, dass wir Feldjäger in der Lage sind, die gesamte Bandbreite mili-tärpolizeilicher Aufgaben in einem krisenhaften Szenar abzubilden – von unseren wichtigen Beiträgen zum Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur, über Ermittlungen von möglichen Kriegsverbrechen, bis zur Sicherung von Truppenbewegungen. Wo erforderlich auch in unmittelbarer Abstimmung und Zusammenwirken mit der Landespolizei und anderen Behörden. Das ist unser unterstützender, militärpolizeilicher Beitrag zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.“

Presseinformation: Bundeswehr

m Rahmen einer dieser Übungen wurde auch die Feuerwehr einbezogen. Auf dem Gelände des Wasserverbandes Aabachtalsperre wurde ein Gefahrstoffaustritt, u.a. von Chlorgas angenommen. Neben Kräften aller Einheiten der Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg waren auch weitere Feuerwehrkräfte des ABC-Zuges des Kreises Paderborn mit Kräften der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Büren, Feuerwehr Delbrück, Feuerwehr Paderborn und der Kreisfeuerwehrzentrale des Kreises Paderborn vor Ort. Geübt wurde nach Freigabe des Bereichs durch die Feldjäger u.a. das Abdichten der Austrittsstellen unter Vollschutz-Anzügen sowie die Dekontamination von Einsatzkräften.

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