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24. November 2023

„Wir müssen den Gürtel enger schnallen“ – Haushaltsplan 2024

Die Stadt Bad Wünnenberg plant mit einem Defizit von rund 6,6 Millionen Euro im nächsten Haushaltsjahr. Das ging aus dem Haushaltsentwurf, der in der Ratssitzung am 23. November vorgestellt wurde, hervor. Im Haushaltsplan sind die Einnahmen und Ausgaben der Stadt Bad Wünnenberg aufgelistet. Das geplante Defizit wird durch eine Entnahme aus der Ausgleichrücklage der Stadt Bad Wünnenberg gedeckt.

Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg Christian Carl und Kämmerer Friedhelm Wächter stellen den Haushaltsplan 2024 vor.
Bürgermeister der Stadt Bad Wünnenberg Christian Carl und Kämmerer Friedhelm Wächter stellen den Haushaltsplan 2024 vor.

Als Gründe für dieses hohe Defizit nannte Bürgermeister Christian Carl unter anderem die erhöhten Umlagen an den Kreis, Zuweisungskürzungen, stark steigende Kosten für Sachaufwendungen und Personal sowie steigende Erwartungen an Leistungen für die Daseinsvorsorge. So wurden die Kosten für die Kreis-, die Jugendamts- und die ÖPNV-Umlage beispielsweise um insgesamt 6,3 Millionen Euro erhöht. Diese Umlagen sind auch die größte Belastung im Haushaltsjahr 2024.

„Wir müssen den Gürtel enger schnallen“, mahnte Carl. Im kommenden Jahr stehen Projekte auf dem Finanzplan, die absolut notwendige oder vom Land und Bund vorgegebene Investitionen in die Infrastruktur Bad Wünnenbergs seien. Aber auch die Kosten für diese geplanten Ausgaben, seien mit einer Höhe von 15,5 Millionen Euro nicht unerheblich.

Geld soll unter anderem in die Erweiterung der Grundschule Bad Wünnenberg fließen, um die benötigten Ganztagsbetreuungsplätze zu schaffen. Der Kindergarten Zauberland in Haaren wird energetisch saniert und der Kindergarten in Leiberg bekommt eine Außenanlage zum Spielen für die Kinder.

Rund 2,8 Millionen sind für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Leiberg, die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Bleiwäsche und ein neues Feuerwehrfahrzeug für Fürstenberg eingeplant.

Die Straßen im Stadtgebiet sind in vielen Fällen sanierungsbedürftig. 2024 soll ein Teil der Wirtschaftswege und Gemeindestraßen angegangen werden. Die Gewerbesteuereinnahmen und damit die lokale und starke Wirtschaft sind mit rund 17,3 Millionen Euro die größte Stütze des Haushaltes. Deswegen möchte die Stadt der Wirtschaft Raum geben, um sich weiterzuentwickeln. Dazu werden die Gewerbegebiete Piepenberg (Haaren), Knickweg (Fürstenberg) und In der Baake (Leiberg) erschlossen. Zusätzlich sind die Kosten zur Erweiterung weiterer Wohngebiete in Haaren, Helmern und Bleiwäsche einkalkuliert.

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