01. Dezember 2024
Wünni Weihnachtsgeschichten
Jeden Advent gibt es eine neue kleine Weihnachtsgeschichte mit Stadtmaskottchen Wünni. Als Audiodatei zum Anhören, gelesen von Bürgermeister Christian Carl oder zum selber vorlesen.

1. Advent: Wünni‘s großer Wunsch
Der kleine Siebenschläfer Wünni kann bereits die große Vorfreude auf Weihnachten spüren. Obwohl er sich schon auf seinen Winterschlaf vorbereitet, hat er noch einen großen Wunsch. Er möchte unbedingt den Weihnachtsmarkt besuchen. Wünni schleicht sich heimlich aus seinem gemütlichen Nest und geht zum Weihnachtsmarkt: Funkelnde Lichter, der Duft von gebrannten Mandeln und ganz viele fröhliche Menschen. Ein tolles Erlebnis! Überall hört er freundliches Lachen, sieht Menschen, die miteinander plaudern, und Kinder, die Hand in Hand mit ihren Eltern die bunte Vielfalt bestaunen. Plötzlich bemerkt eine Gruppe Menschen den kleinen Siebenschläfer, der neugierig zwischen den Buden umherschaut. Sie lächeln und winken ihn näher heran. Sie stehen um einen festlich geschmückten Tannenbaum, teilen Geschichten und singen Weihnachtslieder. Wünni lauscht den Stimmen und spürt die Freude, die von diesem Miteinander ausgeht. Ein Junge aus der Gruppe reicht ihm einen warmen Tee „Du siehst aus, als wäre dir kalt“, sagt der Junge. Wünni ist überrascht von dieser freundlichen Geste und wärmt sich dankbar an dem Getränk. Ihm wird klar, dass der eigentliche Zauber der Weihnachtszeit nicht die Geschenke unter dem Tannenbaum sind, sondern genau solche Gesten und Erlebnisse sowie die Wärme zwischen den Menschen.

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2. Advent: Wünni und der Weihnachtsstern
Am zweiten Advent entdeckt Wünni auf seiner nächtlichen Wanderung durch den Wald einen funkelnden Stern am Himmel. Der Stern scheint ihm zu folgen und weist ihm den Weg zu einem verlassenen Vogelhaus, das im Schnee fast ganz verschwunden ist. Vorsichtig schiebt er sich näher heran und spürt, dass dort jemand ist. Als er in das Häuschen blickt, entdeckt er einen kleinen Vogel, der sich zitternd und frierend in einer Ecke zusammengerollt hat.
„Oh je,“ denkt Wünni, „der arme kleine Kerl sieht aus, als könnte er den Winter nicht gut überstehen.“ Ohne zu zögern spricht er den kleinen Vogel sanft an: „Hallo, ich bin Wünni. Du siehst aus, als wärst du ganz allein und furchtbar kalt. Komm mit mir – ich habe ein warmes Nest, in dem wir den Advent gemeinsam verbringen können.“
Der kleine Vogel hebt langsam den Kopf, und ein schwaches, dankbares Lächeln huscht über sein Gesicht. Wünni hilft ihm, vorsichtig aus dem Schnee herauszukommen und zusammen machen sie sich auf den Weg zurück zu Wünnis kuscheligem Nest. Dort angekommen, polstert Wünni noch ein wenig Moos und Laub zurecht, damit sein neuer Freund es schön warm hat.
n den folgenden Tagen lernen die beiden, wie schön es ist, die Adventszeit gemeinsam zu verbringen. Wünni kümmert sich fürsorglich um seinen neuen Freund, bringt ihm kleine Beeren und bleibt stets in seiner Nähe. Und während sie so beisammen sind, erzählt der kleine Vogel ihm Geschichten von seinen weiten Flügen über Wälder und Wiesen und den vielen Abenteuern, die er erlebt hat. Wünni lauscht aufmerksam und spürt, wie ihn eine warme Freude erfüllt.
Mit der Zeit wird ihm klar, dass es keine größere Freude gibt, als jemanden zu unterstützen und zu beschützen. In diesem Advent hat er nicht nur einen neuen Freund gefunden, sondern auch gelernt, wie wertvoll es ist, füreinander da zu sein und Wärme zu schenken, wenn es am meisten gebraucht wird.

3. Advent: Wünni‘s Weihnachtsbäckerei
Am dritten Advent bemerkt Wünni, dass in seinem Zuhause eine geschäftige Vorfreude herrscht. Die Tiere im Wald bereiten sich voller Eifer auf Weihnachten vor. Die Eichhörnchen sammeln Nüsse, die Vögel singen Weihnachtslieder und die Hasen bereiten ihren Bau festlich vor.
Wünni beobachtet das bunte Treiben und bekommt eine Idee. „Was könnte ich beitragen, um meine Freunde bei ihren Vorbereitungen zu unterstützen?“ überlegt er, und plötzlich hat er einen Plan: Er könnte eine kleine Weihnachtsbäckerei in seinem Bau eröffnen und für alle Waldbewohner etwas Besonderes backen!
Sofort macht er sich an die Arbeit. In seinem gemütlichen Bau bereitet er Teig aus leckeren Nüssen, Beeren und ein wenig Honig zu, knetet ihn mit Geduld und rollt ihn liebevoll aus. Er formt kleine Nussplätzchen und legt sie vorsichtig auf warme Steine, die er im Moos vergraben hat, um sie zu backen. Der köstliche Duft breitet sich bald im Wald aus und lockt die ersten neugierigen Nasen an.
Nach und nach kommen die Tiere voller Vorfreude auf eine kleine Leckerei bei ihm vorbei. Wünni begrüßt jedes Tier mit einem fröhlichen Lächeln und reicht ihm ein frisch gebackenes Plätzchen. Die Eichhörnchen knabbern begeistert an den duftenden Keksen, die Vögel picken vorsichtig ein paar Krümel und die Hasen freuen sich über die kleinen Leckereien als Stärkung.
Während Wünni die Plätzchen verteilt, spürt er, wie viel Freude es bereitet, etwas für seine Freunde zu tun. Ihre leuchtenden Augen und das Lächeln auf den Gesichtern erwärmen sein kleines Herz. Er merkt, dass es ihn glücklich macht, die Freude der Weihnachtszeit zu teilen und seine Freunde ein wenig zu verwöhnen.
Am Ende des Tages ist Wünni zwar müde, aber überglücklich. Er hat nicht nur dafür gesorgt, dass alle Tiere ein wenig Weihnachtsfreude erleben, sondern auch gelernt, wie schön es ist, Freude zu schenken und für andere da zu sein. Zufrieden kuschelt er sich in sein Nest und schläft ein – mit dem Wissen, dass das Geben und Teilen die Weihnachtszeit ausmacht.

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Wünni's magische Weihnachtsnacht
Am 24. Dezember liegt der kleine Siebenschläfer Wünni eingekuschelt in seinem warmen Nest und schläft friedlich, als er ein leises Klingeln vernimmt. Langsam blinzelt er, lauscht und bemerkt, dass etwas Besonderes in der Luft liegt. Der Wald draußen ist still, aber irgendetwas ist anders.
Neugierig schlüpft Wünni aus seinem Nest und schaut hinaus. Der gesamte Wald erstrahlt in einem warmen Licht, das sanft die Zweige der Bäume und den Schnee zum Leuchten bringt. Über ihm am Himmel leuchtet der Stern, den er am zweiten Advent entdeckt hatte, nun heller als je zuvor, und sein Licht scheint alle Tiere anzuziehen. Von überall her kommen sie – die Eichhörnchen, die Hasen, die Vögel und die kleinen Mäuse – jeder macht sich auf den Weg zur Lichtung, die der Stern erhellt.
Wünni schließt sich der Gruppe an und spürt die Freude, die alle Tiere verbindet, während sie sich um den Stern versammeln. Sie lachen, tauschen Geschichten aus und freuen sich einfach, beieinander zu sein.
„Weihnachten ist nicht nur ein Fest“, denkt Wünni, „es ist ein Gefühl, das wir alle teilen.“ Die Tiere singen gemeinsam ein Weihnachtslied, das sanft durch den Wald klingt. Es gibt keine Geschenke, keine großen Reden – nur das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, die füreinander da ist. Wünni fühlt sich geborgen und merkt, dass es das schönste Geschenk ist, diese Weihnachtsnacht mit seinen Freunden zu verbringen.
Während die Lieder verklingen und die Tiere sich in die Augen schauen, weiß jeder von ihnen, dass sie etwas ganz Besonderes miteinander teilen. Der Stern am Himmel hat sie zusammengeführt, aber die Wärme und Freude in ihren Herzen halten sie eng beieinander. Wünni lächelt und denkt: „Ja, Weihnachten wohnt in jedem von uns.“
Behutsam schmiegt er sich zu seinen Freunden und genießt das sanfte Leuchten des Sterns, das diese Nacht zu etwas Unvergesslichem macht.

