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"Was ich anhatte" - Eine Ausstellung gegen Gewalt an Frauen

"Was ich anhatte" - Eine Ausstellung gegen Gewalt an Frauen

Artikel vom 14.02.2022

Ausstellung zeigt Kleidung und erzählt Geschichten von Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben


Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Paderborn präsentiert von Montag, 14. Februar, bis Sonntag, 27. Februar, die Ausstellung „Was ich anhatte…“ (www.wasichanhatte.de) von Beatrix Wilmes. In der Ausstellung, die in den Schaufenstern des Modehauses Sittig in der Gasse Im Düstern in Paderborn gezeigt wird, berichten zwölf Frauen von sexuellen Übergriffen, die sie erlebt haben. Sie wollen nicht mehr schweigen und Opfer sein, sondern anderen Frauen Mut machen, sich zu öffnen. Die Wanderausstellung stellt diese Erfahrungen künstlerisch dar durch die Kleidung, die die Frauen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, während der Tat getragen haben. Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen. Die Frauen werden zu Täterinnen gemacht, indem suggeriert wird, dass sie die falsche Kleidung getragen haben. Auf diese falsche Opferschuld will die Ausstellung hinweisen. Im Vordergrund steht hierbei das Erzählen diverser Geschichten erlebter sexualisierter Gewalt.

Bei den Exponaten der Ausstellung handelt es sich größtenteils um die Originalkleidung der Frauen. In den Fällen, in denen diese nicht mehr existierte, wurde sie nach den Vorgaben der Frau originalgetreu in Secondhandläden nachgekauft. Die jeweiligen Berichte der Frauen, die den Exponaten zugeordnet sind, sind unverändert.

Begleitend zu der Ausstellung bietet die Stadtbibliothek Paderborn einen thematisch abgestimmten Büchertisch mit Literatur, Beratungs- und Informationsmaterialien zu dem Themenkomplex „Gewalt gegen Frauen“.

Der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten möchte mit der Präsentation der Ausstellung ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen, insbesondere „Victim Blaming“ (Täter-Opfer-Umkehr), setzen und dazu beitragen, das Thema „sexualisierte Gewalt“ zu enttabuisieren. Für den Ausstellungsbeginn hat der Arbeitskreis bewusst das Datum des weltweiten Aktionstages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen „One Billion Rising“ gewählt. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss der Gleichstellungsbeauftragten der Städte, Gemeinden und der Kreisverwaltung, in dem die Beteiligten sich regelmäßig über aktuelle Gleichstellungsthemen austauschen und an gemeinsamen Themen arbeiten.

(Pressemitteilung der Stadt Paderborn)

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